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Wenn eine Krankenschwester in einer öffentlichen Organisation arbeitet (was meistens der Fall ist), hängt ihr Gehalt vom Tarifvertrag des Unternehmens ab. Zahlen sind streng reguliert und nicht verhandelbar. Die TVöD-Stufe der Krankenschwester kann jedoch mit der Berufserfahrung aufgewertet werden. Aufgrund von Outsourcing-Strategien und Opt-out-Regeln nimmt die Zahl der Betriebsvereinbarungen für eine Vielzahl von Betrieben ab. In einigen Fällen verhandeln Tochtergesellschaften mit einer anderen Gewerkschaft als der, mit der die Muttergesellschaft verhandelt hat. Die Lohneinheit der weltlichen Wohltätigkeitsorganisation Arbeitwohlfahrt, Arbeitgeberverband AWO Deutschland, ist ein Vorgänger der 2004 aufgelösten AWO-Bundesarbeitgeberorganisation. Tarifverträge des neuen Arbeitergeberverbandes sind für regionale und lokale AWO-Mitgliedsverbände nicht mehr bindend. Am Montag haben die Beschäftigten des Berliner Charité-Krankenhauses einen fünftägigen Streik begonnen. Die Mitarbeiter des Charité Facility Management (CFM) sind für Reinigung, Sterilisation, Patiententransport, Lebensmittelzubereitung und die gesamte nichtmedizinische Arbeit an Europas größtem Universitätsklinikum verantwortlich. Sie fordern gleichen Lohn für gleiche Arbeit.

Insgesamt können Pflegekräfte je nach Zuständigkeitsbereich zu Beginn der Laufbahn mit einem Gehalt von 2.800 bis 2.900 Euro brutto im Monat rechnen. Gehaltserhöhungen entstehen mit der Erfahrung und auch Weiterbildung. Die Regel ist, je länger die Krankenschwester in einem Krankenhaus arbeitet und in einer Abteilung das höhere Gehalt, das sie hat. Der Verband der evangelischen Kirchlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Gewerkschaft für Kirche und Diakonie, VKM), die Tarifverträge mit der Wohltätigkeitsorganisation Diakonie abschließt. In den meisten Fällen beschränken sich Die Vereinbarungen mit einem Arbeitgeber auf Lohnfragen und Arbeitszeiten. Unternehmensvereinbarungen, die einen breiteren Anwendungsbereich von Bestimmungen regeln, nehmen häufig TVöD-Pflege/Tdl-Pflege als Referenz an. Der von Helios Kliniken und ver.di 2007 geschlossene Betriebsvertrag kann als eher außergewöhnlicher Fall angesehen werden.

Darüber hinaus enthält es eine Vereinbarung über die Ausbildung, die speziell auf die berufliche Entwicklung und die Lohnerhöhung des Pflegepersonals abzielt. Außerdem wird in einer Rahmenvereinbarung Einstellungsprobleme behoben, indem sie einen befristeten Zuschlag von 100 Euro für weibliche Rückkehrerinnen für Kinderbetreuungsdienste vorsieht. Der Bereitschaftsdienst wird laut TvöD abgerechnet; Arbeitnehmer, die Nachtschichten und rotierende Schichten durchführen, haben jedoch Anspruch auf zusätzliche Urlaubstage. Die Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ist die größte in diesem Sektor tätige Gewerkschaft. Im Jahr 2009 hatte die DGB-Mitgliedsorganisation 2.138 200 200 Mitglieder (Beschäftigte und Beamte) in einem breiten Spektrum von privaten und öffentlichen Sektoren. Im Gesundheitswesen ist Ver.di an Tarifverhandlungen auf branchenübergreifender, sektoraler und betrieblicher Ebene beteiligt.